April: Die Kraft der Natur

Schulmedizin versus alternative Behandlungen

Hast Du Dich schon mal gefragt, warum der Mensch nur in seiner Kindheit geimpft wird, der Hund aber in der Regel jedes Jahr? Hast Du selbst jemals prophylaktisch eine Tablette gegen innere Parasiten eingenommen? Deinem Vierbeiner verabreichst Du aber vorbeugend alle drei Monate eine Wurmtablette oder nicht? Genau mit solchen Fragen beschäftigen wir uns in unserem nachhaltigen Hundekalender im April – mit der Hundegesundheit, den gängigen Praktiken und den alternativen Methoden.

Der Weg zur Erkenntnis ist lang

Eins ist sicher: Nach den Empfehlungen der meisten Tierärzte zu handeln, ist es einfacher. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Pflichtbewusstsein: Einmal im Jahr zum Impfen, alle drei Monate zur Entwurmung. Man hat das Gefühl, der Pflicht als Hundehalter nachzukommen – der Tierarzt muss ja schließlich wissen, was gut für das Tier ist. Seine Meinung anzuzweifeln, macht ein mulmiges Gefühl.
  • Tradition: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und die eigenen Gewohnheiten zu ändern, ist nicht leicht. Rituale vermitteln Sicherheit. Es erfordert Anstrengung, sich mit Neuem zu befassen, und auch Mut, die Komfortzone zu verlassen.
  • Geduld: Alternative Behandlungen sind meist langwieriger: Auf die Effekte wartet man in der Regel länger. Allerdings werden dabei nicht die Symptome unterdrückt, wie bei den herkömmlichen Behandlungen, sondern die Ursachen erforscht und entsprechende Therapien angewendet.

Tierarztpraxis Schleich & Wiese: Alternativmedizin aus Überzeugung

Frigga Wiese und Simone Schleich - alternative Tiermedizin
Frigga Wiese (links) und Simone Schleich bieten ganzheitliche tiermedizinische Behandlungen bei chronischen Erkrankungen

Es gibt aber auch Tierärzte, die gerne alternative Wege beschreiten und den Zugang zu natürlichen Behandlungsmethoden erleichtern, so wie Frigga Wiese und Simone Schleich aus Berlin. Sehr lange gehörte Symptom-Unterdrückung zu ihrem beruflichen Alltag, doch irgendwann haben sie sich eingehend mit der Medizinethik beschäftigt und die schulmedizinischen Methoden gründlich hinterfragt. Heute bieten die beiden Kolleginnen ganzheitliche tiermedizinische Behandlungen bei chronischen Erkrankungen.
Antibiotika sind kein Allheilmittel gegen Entzündung, Juckreiz oder Durchfall. Sie töten Bakterien, auch die guten. Diese brauchen wir aber, um den Körper im Gleichgewicht zu halten“, so Frigga Wiese. „Nur wenn wir keine Alternativen sehen, greifen wir auf die herkömmlichen Methoden zurück“, ergänzt Simone Schleich.
Auch Kortison erfreut sich aus ihrer Sicht einer zu großen Popularität. „Rein äußerlich tritt die gewünschte Besserung auf: Die Symptome verschwinden fast immer unmittelbar nach Verabreichung der Arznei. Eine Kortison-Therapie ist meist dann wirksam und gut verträglich, wenn das Mittel nicht chronisch verabreicht wird. Bei Asthma oder Rheuma – also einem langfristigen Einsatz – kommt es zu zahlreichen Nebenwirkungen.“

Wurmkur nur bei Befall

Dramatische Nebenwirkungen gibt es auch bei der so weit verbreiteten Wurmtablette. Chemische Wurmkuren beschädigen die Darmflora massiv: Mit jeder neuen Wurmpille wird der Darm anfälliger, durchlässiger – nicht nur gegen die Parasiten selbst, sondern auch gegen alle anderen Infektionen.

Laut dem Schweizer Unternehmen microsTech, das unter anderem DNA-Analyse von Hundekot anbietet - wir haben darüber in unserem Blogbeitrag berichtet - , sind über 90 % aller eingeschickten Proben frei von Parasiten. Würden die Hundehalter zu einer Wurmpille statt zu einem Test greifen, hätten die Hunde in über 90 % der Fälle umsonst die Chemiekeule bekommen.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung wirkt eine Wurmkur auch nicht prophylaktisch: Schon am nächsten Tag nach der Verabreichung einer Tablette kann sich der Hund infizieren. Ein gesunder Hund mit intakter Verdauung kommt dabei mit ein paar Wurmeiern gut zurecht. Nur bei starkem Befall und heftigen Beschwerden wie Durchfall, blutigem Stuhl oder Bauchschmerzen ist eine Wurmtablette sinnvoll – der Befall kann dabei leicht mit einem Kottest festgestellt werden. Es gibt wirksame Behandlungen auf Naturbasis, die man auf jeden Fall versuchen sollte, bevor man zu der Chemiekeule greift.


Tierheilpraxis Berlin - Anne Sasson

Im April verlosen wir eine naturheilkundliche Behandlung bei der Homöopathin und Tierheilpraktikerin Anne Sasson.

 

Zu gewinnen gibt es:

  • Der Einstieg in die homöopathische Behandlung (Erstanamnese, Auswertung und Verschreibung) im Wert von 125 €. Vor Ort.

oder

  • Eine telefonische Beratung zum Thema Fütterung: Diätetische Beratung (auch unter Berücksichtigung von Erkrankungen)  inkl. Fütterungsplan im Wert von 120 €.

Wie machst Du mit?
1. Folge Unique Dog und Anne Sasson auf Facebook oder Instagram:
Anne Sason: Instaram und Facebook

UNIQUE DOG:  Instagram und Facebook

2. Kommentiere unseren Beitrag "Gewinnspiel im April". Wir möchten wissen, warum Dein Hund eine Behandlung nötig hat. Unter allen Kommentaren wählen wir die überzeugendste Geschichte.

3. Gerne kannst Du das Gewinnspiel teilen bzw. Deine Freunde markieren.

 

Selbst wenn Du nicht in Berlin oder Brandenburg wohnst, kannst Du in den Genuss von Annes Behandlung kommen: Auf Hof Heideland gibt es auch Ferienwohnungen - so kannst Du Urlaub und eine Hundetherapie verbinden. 

Das Gewinnspiel läuft vom 9. bis zum 25.4.18

WUSSTEST DU....?

  • Im Juli 2017 wurde die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) geändert: Die Gebührensätze stiegen pauschal um 12 %, die Beratungstätigkeit wurde um 30 % angehoben. Die Tierärzte dürfen ihre Gebühren nach dem Einfachen bis Dreifachen des Gebührensatzes gestalten: Der Preis richtet sich nach der Schwierigkeit der Leistungen, des Zeitaufwandes, des Wertes des Tieres sowie der örtlichen Verhältnisse.
  • Hilfsstoffe in Tierimpfungen dienen zur Wirkverbesserung und enthalten z. B.  
    - Thiomersal eine hochgradig toxische Quecksilberverbindung, die das Nervensystem schädigt,
    - Aluminiumhydroxid, ein Nervengift, das an der Einstichstelle zu Granulomen bzw. Sarkomen führen kann,
    - Öladjuvantien, die Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Rheuma und Lupus erythematodes auslösen können,
    - Formaldehyd, ein Konservierungsstoff, der Allergien und Hautveränderungen, z. B. Ekzeme auslösen kann,
    - Antbiotika, die zu Allergien führen können,
    - Fremdproteine.
  • Über 90 % der Kotproben sind nach Angaben des Schweizer micosTech-Labors wurmfrei.
  • Die gängigen Anti-Zecke-&-Floh-Präparate – beinhalten Nervengifte, die massive Nebenwirkungen auslösen können: Fell- & Hautveränderungen, Haarausfall & Juckreiz , Speicheln, Erbrechen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Atembeschwerden, epileptische Anfälle & Depressionen.


Naturmittel gegen Parasiten

Gegen Ektoparasiten gibt es Mittel auf biologischer Basis wie ätherische Öle: Kiefernkernholzextrakt, Neemöl, Lavendelöl, Jojobaöl, Kokosöl. Diese Mittel müssen häufiger verabreicht werden als die chemischen Spot-ons, haben aber keine Nebenwirkungen.

Kottest

statt

Wurmpille

Eine Kotuntersuchung - besonders die moderne DNA-Analyse - bringt Sicherheit über einen möglichen Wurmbefall. Natürliche Mittel mit Ingwer, Knoblauch und Rizinusöl bieten auch eine sinnvolle Alternative. Die Chemiekeule ist sinvoll, wenn alles andere versagt.

Die
zweite
Meinung

Sei kritisch bei Therapien mit Antibiotika oder Kortison. Hol Dir eine zweite Meinung: Es gibt gute Tierheilpraktiker wie Anne Sasson oder ganzheitlich arbeitende Tierärzte, die auf natürliche Mittel setzen. Selbst wenn die Therapie länger dauert - sie belastet den Körper nicht.



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Drei Fragen an...

... Dr. Jutta Ziegler, eine bekannte Tierärztin und Buchautorin
Den meisten Hundehaltern ist Jutta Ziegler als Autorin von „Schwarzbuch Tierarzt: Hunde würden länger leben, wenn ...“ oder „Tierärzte können die Gesundheit Ihres Tieres gefährden: Neue Wege in der Therapie“ bekannt. Sie betreibt eine ganzheitlich orientierte Tierarztpraxis in Hallein bei Salzburg, wo ich sie auch getroffen habe.

1. Was war der Auslöser für Ihr erstes Buch und was der Grund für alternative Behandlungsmethoden in Ihrer Praxis?
Ende der 80er-Jahre war ich in Österreich die größte Royal-Canin-Vertreiberin und habe Diätfuttermittel in ähnlichem Stil verkauft,  wie es heute in den meisten Praxen praktiziert wird: Ausschließlich Fertigfutter empfohlen, zu viele Antibiotika verabreicht, regelmäßig mit chemischen Mitteln entwurmt und gegen alle Infektionskrankheiten geimpft gegen die ein Impfstoff am Markt war.  Das Schlüsselerlebnis, warum ich angefangen habe, die üblichen  Behandlungsmethoden in Frage zu stellen, war eine Episode mit meiner Mitarbeiterin. Ich war krank und nicht in der Lage die Ordination  zu halten. Meine Sprechstundenhilfe meinte: „Sie brauchen nicht kommen, ich mach das schon, Sie geben ja sowieso immer das Gleiche. Antibiotikum, Schmerzmittel, Cortison sowie das entsprechende Diätfuttermittel dazu“. Das kann nicht wahr sein, dachte ich mir und begann meine bisherigen Behandlungs-methoden zu hinterfragen und nach Alternativen zu suchen. Erst beschäftigte ich mich mit Homöopathie und Akupunktur und begann mich intensiv mit Hunde-und Katzenernährung auseinanderzusetzen. Zuletzt folgte das kritische Hinterfragen aller Impfungen. Diese ganze Entwicklung war ein über viele Jahre dauernder Prozess in vielen kleinen Schritten.

 

2. Wie kommt es, dass minderwertiges industriell verarbeitetes Futter sowie pharma-orientierte Behandlungsmethoden so verbreitet sind? Müsste das Bewusstsein für Alternativen mittlerweile nicht schon längst vorhanden sein?

Sowohl die Futtermittelindustrie als auch die Pharmaindustrie haben in der Tiermedizin das Sagen. Die Behandlungsmethoden in den Tierarztpraxen beruhen darauf, mittels Pharmaka Symptome zu unterdrücken und nicht die Ursachen der Erkrankungen zu hinterfragen. Wenn Ursachen erkannt werden, kann durch gezielte Veränderungen, beispielsweise durch Ernährungsumstellung oder durch das Vermeiden krankheitsauslösender Faktoren wie Impfungen, schon eine Verbesserung des Krankheitsbildes bewirkt werden. Die gezielte Substitution der fehlenden Vitalstoffe bringt weitere Verbesserungen. Leider werden die Studenten schon im Studium in Richtung Pharmatherapie gelenkt, da bleibt kein Platz für innovative ursächliche Behandlungen. Das wird von den Universitäten, die ja von der Industrie abhängig sind auch nicht gewünscht. Das gleiche gilt für das Thema Ernährung. Im Studium werden die Fertigfuttermittel der Großkonzerne als optimal dargestellt, Alternativen nicht einmal erwähnt. Eröffnen die fertigen Tiermediziner ihre Praxen, werden sie großzügig von der Futtermittelindustrie unterstützt. Die Abhängigkeit ist damit vorprogrammiert.

 

3.  Was kann man tun, um das Bewusstsein für hausgemachte Probleme zu wecken?
Man sollte kritischer sein und die üblichen, schon fest etablierten Behandlungsmethoden hinterfragen. Man kann mit Weglassen von Impfungen, chemischer Spot-ons und Wurmmitteln schon Einiges selbst dazu beitragen, einen Hund gesund zu halten. Natürlich müssen in Notfällen pharmazeutische Präparate eingesetzt werden, dies sollte sich aber auf die wirklichen Notfälle beschränken. Antibiotika bei jeder Befindlichkeitsstörung einzusetzen, ist leider Usus geworden, in den allermeisten Fällen aber nicht notwendig. Auch die Behandlung der immer häufiger werdenden Allergiepatienten mit lediglich juckreizmildernden Medikamenten wie Cortison ist in meinen Augen überflüssig und schädlich, gibt es doch zahlreiche andere gut wirksame Substanzen. Besonders in diesen Fällen muss erst einmal die Ursache abgestellt, die Ernährung angepasst, entgiftet werden und… und… und...
Das beste Rezept heißt: eine ordentliche, am besten frische Ernährung, Vermeidung jeglicher chemischer Medikamente, Wurmkuren, Spot-Ons sowie regelmäßigen Impfungen. Das ist die Voraussetzung, dass man einen gesunden Hund hat. Und: Gegen jedes Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen. Statt zur Chemie sollen wir viel mehr zur Natur greifen.

 

Das ganze Interview kannst Du in meinem Buch "Grüner Hund" lesen.